MEXIKO: Bürgermeisterin übergibt Jesus die Stadtschlüssel
Am 6. Juni (2013) hat Margarita Arellanes, die Bürgermeisterin der
mexikanischen Stadt Monterrey, Jesus Christus symbolisch die
Stadtschlüssel übergeben. Dies geschah bei „Monterrey Ora“, einer
Gebetsveranstaltung, die von einer Pastorenallianz organisiert wurde.
15‘000 Christen nahmen daran teil. Während der Zeremonie, bei der zwei
Kinder eine Tafel zum Gedenken an „die
Übergabe der Stadt an Gott“ erhielten, hielt Bürgermeisterin Arellanes
eine Rede, in der sie Jesus Christus in der Stadt Monterrey willkommen
hieß. Sie verkündete, dass die Stadt im Namen Gottes neu geboren worden
sei und in diesem Sinne auch bewahrt, geliebt und verteidigt werden
sollte. Ein Video der Rede sowie einer Diskussion über die Säkularität
des Staates und seiner Institutionen hat sich wie ein Lauffeuer im
Internet verbreitet.
„Ich, Margarita Alicia Arellanes, übergebe die
Schlüssel der Stadt Monterrey, Nuevo León an unseren Herrn Jesus
Christus, damit Sein Reich des Friedens und Sein Segen hier wachsen
können. Ich öffne die Tore dieser Stadt für Gott als höchste Autorität.
Ich bekenne, dass ohne Seine Gegenwart und Seine Hilfe kein echter
Erfolg möglich ist. Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, so wachen
ihre Wächter umsonst. Aus diesem Grund bitte ich Gott demütig und mit
tiefstem Respekt und voller Ehrfurcht vor Ihnen als Zeugen darum, dass
Er in dieser Stadt Einzug hält und hier Wohnung nimmt“, verkündete die
Bürgermeisterin.
Anschließend las sie Psalm 40 aus der Bibel vor,
wohlwissend, dass manche sich ihr entgegenstellen könnten und ihre
symbolische Handlung kritisieren würden. „Es ist amüsant, wie schockiert
manche Menschen sind, wenn man öffentlich über Gott spricht. Sie
beweisen damit nur ihre Intoleranz. Doch ich glaube, dass Kritik den
Dingen vorbehalten sein sollte, die kein gutes Ziel haben oder keiner
guten Sache dienen. Wer möchte nicht, dass es unserer Stadt gut geht?“
Sie sagte weiterhin, dass ihre Aussagen „persönlicher Natur“ seien und
nicht die Verfassung verletzten.
Die Stadt Monterrey rühmte sich
lange als eine von Mexikos modernsten und wohlhabendsten Städten. Doch
in den letzten Jahren herrschte hier aufgrund von Drogenkonflikten
schreckliche Gewalt. Es gibt erschreckend viele Entführungen,
schätzungsweise eine oder zwei pro Tag in der Stadt und sogar noch mehr,
wenn man die Randbezirke mitzählt. Die Polizeikräfte sind von
Korruption zerfressen.
Kirchen und Gemeinden in Mexiko sind aber
nicht länger nur neutrale Beobachter der Gewalt und der Drogenkriege.
Sie beten engagiert um Gottes Eingreifen. Vor einem Jahr, noch vor ihrer
Wahl, bat Margarita Arellanes ihre Gemeinde um Gebet für sie. „Ich
brauche euer Gebet. Ich bin die einzige Kandidatin, die nichts mit den
Drogenkartellen zu tun hat“, sagte sie. Am Tag nach Arellanes´ Wahl
erhielt sie eine einschüchternde Nachricht von den Drogenbossen: Vor
ihrer Haustür fand sie einen Koffer mit einer zerstückelten Leiche.
Die Christen loben sie für ihren Mut, sich in aller Öffentlichkeit gegen
Gewalt und Korruption auszusprechen und Gott darum zu bitten, die
Zukunft dieser Stadt zu gestalten. „Gott möchte, dass wir in Worten und
Taten mutig sind“, sagte Arellanes. „Er gibt uns diese historische
Gelegenheit, mit der Vergangenheit zu brechen und unsere Stadt in einen
Ort der Liebe, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und des Friedens zu
verwandeln. Ich bin überwältigt, zu sehen, welche Türen Gott in den
vergangenen Monaten bereits geöffnet hat und welche positiven
Veränderungen wir in unserer Stadt bereits sehen können. Wir wissen,
dass die Dunkelheit nur vom Licht des Vertrauens auf Gott vertrieben
werden kann. Wir können dies nicht ohne Seine Hilfe tun.“
Schauen Sie sich das Video der Rede der Bürgermeisterin an.
Quelle: LA TIMES, NYT, VERSCHIEDENE MEXIKANISCHE QUELLEN/JoelNews
Ausgabe: 21/2013
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