Sonntag, 22. September 2013

Stadtschlüssel für Jesus

MEXIKO: Bürgermeisterin übergibt Jesus die Stadtschlüssel

Am 6. Juni (2013) hat Margarita Arellanes, die Bürgermeisterin der mexikanischen Stadt Monterrey, Jesus Christus symbolisch die Stadtschlüssel übergeben. Dies geschah bei „Monterrey Ora“, einer Gebetsveranstaltung, die von einer Pastorenallianz organisiert wurde. 15‘000 Christen nahmen daran teil. Während der Zeremonie, bei der zwei Kinder eine Tafel zum Gedenken an „die Übergabe der Stadt an Gott“ erhielten, hielt Bürgermeisterin Arellanes eine Rede, in der sie Jesus Christus in der Stadt Monterrey willkommen hieß. Sie verkündete, dass die Stadt im Namen Gottes neu geboren worden sei und in diesem Sinne auch bewahrt, geliebt und verteidigt werden sollte. Ein Video der Rede sowie einer Diskussion über die Säkularität des Staates und seiner Institutionen hat sich wie ein Lauffeuer im Internet verbreitet.
„Ich, Margarita Alicia Arellanes, übergebe die Schlüssel der Stadt Monterrey, Nuevo León an unseren Herrn Jesus Christus, damit Sein Reich des Friedens und Sein Segen hier wachsen können. Ich öffne die Tore dieser Stadt für Gott als höchste Autorität. Ich bekenne, dass ohne Seine Gegenwart und Seine Hilfe kein echter Erfolg möglich ist. Wenn der Herr nicht die Stadt bewacht, so wachen ihre Wächter umsonst. Aus diesem Grund bitte ich Gott demütig und mit tiefstem Respekt und voller Ehrfurcht vor Ihnen als Zeugen darum, dass Er in dieser Stadt Einzug hält und hier Wohnung nimmt“, verkündete die Bürgermeisterin.
Anschließend las sie Psalm 40 aus der Bibel vor, wohlwissend, dass manche sich ihr entgegenstellen könnten und ihre symbolische Handlung kritisieren würden. „Es ist amüsant, wie schockiert manche Menschen sind, wenn man öffentlich über Gott spricht. Sie beweisen damit nur ihre Intoleranz. Doch ich glaube, dass Kritik den Dingen vorbehalten sein sollte, die kein gutes Ziel haben oder keiner guten Sache dienen. Wer möchte nicht, dass es unserer Stadt gut geht?“ Sie sagte weiterhin, dass ihre Aussagen „persönlicher Natur“ seien und nicht die Verfassung verletzten.
Die Stadt Monterrey rühmte sich lange als eine von Mexikos modernsten und wohlhabendsten Städten. Doch in den letzten Jahren herrschte hier aufgrund von Drogenkonflikten schreckliche Gewalt. Es gibt erschreckend viele Entführungen, schätzungsweise eine oder zwei pro Tag in der Stadt und sogar noch mehr, wenn man die Randbezirke mitzählt. Die Polizeikräfte sind von Korruption zerfressen.
Kirchen und Gemeinden in Mexiko sind aber nicht länger nur neutrale Beobachter der Gewalt und der Drogenkriege. Sie beten engagiert um Gottes Eingreifen. Vor einem Jahr, noch vor ihrer Wahl, bat Margarita Arellanes ihre Gemeinde um Gebet für sie. „Ich brauche euer Gebet. Ich bin die einzige Kandidatin, die nichts mit den Drogenkartellen zu tun hat“, sagte sie. Am Tag nach Arellanes´ Wahl erhielt sie eine einschüchternde Nachricht von den Drogenbossen: Vor ihrer Haustür fand sie einen Koffer mit einer zerstückelten Leiche.
Die Christen loben sie für ihren Mut, sich in aller Öffentlichkeit gegen Gewalt und Korruption auszusprechen und Gott darum zu bitten, die Zukunft dieser Stadt zu gestalten. „Gott möchte, dass wir in Worten und Taten mutig sind“, sagte Arellanes. „Er gibt uns diese historische Gelegenheit, mit der Vergangenheit zu brechen und unsere Stadt in einen Ort der Liebe, Gerechtigkeit, Gleichberechtigung und des Friedens zu verwandeln. Ich bin überwältigt, zu sehen, welche Türen Gott in den vergangenen Monaten bereits geöffnet hat und welche positiven Veränderungen wir in unserer Stadt bereits sehen können. Wir wissen, dass die Dunkelheit nur vom Licht des Vertrauens auf Gott vertrieben werden kann. Wir können dies nicht ohne Seine Hilfe tun.“

Schauen Sie sich das Video der Rede der Bürgermeisterin an.

Quelle: LA TIMES, NYT, VERSCHIEDENE MEXIKANISCHE QUELLEN/JoelNews
Ausgabe: 21/2013

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