NORWEGEN: Eine Hauskirche tauft 70 Menschen
Knut und Elizabet sind ein Paar, das an einem Dienst namens „Family on
Mission” (Familien in der Mission) beteiligt ist. Sie gründeten 1982
ihre erste Gemeinde im Norden von Norwegen. Danach zogen sie in den
Südwesten, wo sie sich einer neuen Gemeinschaft mit 70 Menschen
anschlossen. Die Gemeinde wuchs auf über 900 Mitglieder an und pflanzte
im ganzen Land weitere 20 Gemeinden.
„Im Jahr 2006 spürten wir jedoch, dass eine Veränderung kommen würde,
und Gott nutzte verschiedene Umstände dazu, um unsere Aufmerksamkeit zu
erlangen und die Veränderung einzuleiten”, erzählte uns das Paar. „Wir
stellten fest, dass wir außerhalb der Gemeindeversammlungen mehr Frucht
brachten als innerhalb. Also begannen wir zu beten, dass Gott uns
geistliche Söhne und Töchter schenken würde, die wir in einem
alltäglichen Umfeld ausbilden könnten und die nicht erst aus dem
normalen Leben heraus in eine Gemeinde gebracht würden.“
Am Anfang
dauerte es einige Zeit, um die erste und die zweite Generation von
Jüngern heranzuziehen. Doch in den letzten 3,5 Jahren konnten sie sehen,
wie eine beschleunigte Entwicklung vor sich ging. Sie tauften zwischen
2010 und 2013 beinahe 70 Menschen. Mindestens 50 davon waren komplett
neue Gläubige. Dies hat nun dazu geführt, dass in fünf norwegischen
Städten neue geistliche Gemeinschaften gegründet wurden.
„In Europa sind in diesem Moment 10 - 20% der Bevölkerung reif für die Ernte.”
„Wir begannen innerhalb unseres normalen sozialen Umfeldes und
handelten gemäß der Prinzipien aus Matthäus 10 und Lukas 10: Wir waren
Menschen des Friedens. In letzter Zeit verlagerten wir unseren
Schwerpunkt bei neuen Leuten eher auf das Predigen des Evangeliums. Wenn
wir Fremde erreichen wollen, dann sind wir mutiger, weil wir keine
Angst haben, diese Menschen zu verlieren oder zu verletzen, wie das
vielleicht bei alten Freunden oder Familienmitgliedern der Fall ist,
wenn sie nicht einer Meinung mit uns sind. Wir glauben, dass Europa in
der heutigen Zeit reif für die Ernte ist und zwischen 10-20% der
Bevölkerung bereit sind, sofern ihnen Jesus von seinen Jüngern auf eine
Weise präsentiert wird, die sie verstehen. Wir glauben, dass wir in jede
x-beliebige Stadt in Europa gehen können, dort eine Woche verbringen
und dabei mit genügend Menschen sprechen, um innerhalb von 10 Tagen eine
einfache neue Gemeinde ins Leben zu rufen.“
„In Oslo kann unser
Netzwerk aus einfachen Gemeinden aktuell jede Woche 100 neue Menschen
mit dem Evangelium erreichen. Wir haben ähnliche Geschichten von unseren
Freunden in Indien gehört. Sie bitten jeden Christen, ihren Glauben pro
Woche an zwei Menschen weiterzugeben, und sie haben beobachtet, dass 1
von 10 Menschen zum Glauben kommt, und einer von 20 zu einem
hingegebenen Jünger wird. Wenn sich die Menschen, denen wir begegnen,
wirklich auf ein Gespräch einlassen, dann fragen wir sie: ‚Wären Sie
bereit, eine weitere Stunde dafür zu investieren, um über dieses Thema
zu sprechen?‘ Bei einer Gelegenheit fanden wir bereits fünf Personen,
die dies tun wollten, und eine davon sagte: ‚Ich habe noch zwei Freunde,
die ich gerne mitbringen möchte.‘ Ein Mann, der getauft wurde, nachdem
er mit unserem Netzwerk von Hauskirchen in Kontakt kam, taufte
anschließend acht weitere Personen.“
Das Hauskirchen-Netzwerk trainiert Menschen extra dafür, dass sie:
• ihre Lebensgeschichte in 10 Sätzen erzählen können, und sie üben das mit ihnen auch ein.
• das Evangelium von Jesus Christus auf einfache Weise weitergeben können
• neuen Gläubigen die Grundlagen des christlichen Glaubens (das Glaubens-ABC) beibringen können
Quelle: KNUT AND ELIZABET, INTERVIEWT VON PETER FARMER/JoelNews
Ausgabe: 20/2013
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